Vanoza Engstrand

Montagsgruppen (Masken, Magie und Melodrama)

 


Vanoza Engstrand – Meine Geschichte

 

Ich wurde als Einzelkind in Gareth geboren, einem Ort, den ich lange als meine Heimat betrachtete. Mein Vater, Thoran Engstrand, ist Kartograf, und meine Mutter, Ismara Engstrand, eine Sternenkundlerin und Philosophin. Beide waren in ihren Bereichen sehr bekannt, doch ich konnte mich nie wirklich für ihre Arbeit begeistern. Stattdessen hatte ich eine tiefe Leidenschaft für die Geschichte Aventuriens, die ich aus den vielen Büchern, die in unserem Haus herumlagen, aufsog. Von klein auf zeigte sich, dass ich keine besondere Begabung für die Natur hatte – ein Umstand, der in meiner Kindheit oft zu Verwirrung führte. Die Welt draußen schien mir fremd, und ich fand es schwierig, mich mit der Wildnis zu verbinden. Vielleicht war es daher kein Zufall, dass ich mich früh mehr in der Bibliothek als in den Wäldern von Gareth aufhielt.

 

Es war meine Kindheitsfreundin, Melisande, die mir die Freude am Zeichnen und Malen beibrachte. Sie war eine talentierte Künstlerin, und zusammen verbrachten wir viele Stunden damit, die Welt um uns herum zu dokumentieren – sei es in Zeichnungen oder Gemälden. Dieses Hobby entwickelte sich mit der Zeit zu einer echten Leidenschaft, und heute hilft es mir bei meiner Arbeit als Gelehrte, meine Studien und Entdeckungen festzuhalten. Kalligrafie wurde später ebenfalls zu einer meiner Leidenschaften – sie ist für mich mehr als nur eine Kunstform, sondern ein Werkzeug, um Gedanken und Erkenntnisse präzise und schön zu Papier zu bringen.

 

Mit 14 zog ich nach Vinsalt, um an der renommierten Academia Horasiana zu studieren. Ich war entschlossen, meine Leidenschaft für Geschichte zu vertiefen und mein Wissen zu erweitern. Die Akademie war ein Ort des Wissens, der Begegnung und der Herausforderung. Hier entdeckte ich nicht nur die faszinierende Welt der Rätsel, sondern auch eine ganz neue Seite an mir selbst – meine magischen Fähigkeiten. Ich hatte bereits als Kind eine gewisse Sensibilität für Magie gezeigt, doch in Vinsalt begann ich, diese Fähigkeit zu verstehen und zu kontrollieren. Es war eine Mentorin der Akademie, die mir half, die unkontrollierte Magie, die in mir schlummerte, zu bändigen. Sie lehrte mich, meine Kräfte zu beherrschen, und war eine der ersten Personen, die ich wirklich respektierte und bewunderte.

 

Während meiner Zeit an der Akademie knüpfte ich viele wertvolle Kontakte, doch es war Lorian Drakkar, ein Geweihter Nandus', der sich als wahrer Freund herausstellte. Wir teilten eine Leidenschaft für Rätsel und Geheimnisse, und er brachte mir die Kunst der Kryptografie bei. Lorian war ein ruhiger, bedachter Mann mit scharfem Verstand und einem Blick, der nie etwas übersah. Er hatte eine gewisse Gelassenheit, die mir oft half, meine eigenen Unsicherheiten zu überwinden.

 

Im Laufe der Jahre an der Akademie wurde mir klar, dass ich in einer Weise an Menschen interessiert war, die ich zunächst nicht richtig einordnen konnte. Während viele meiner Kommilitonen romantische Beziehungen eingingen, sei es zu Männern oder Frauen, fühlte ich mich besonders zu denen hingezogen, deren Verstand mich fesselte – Menschen, mit denen ich tiefgründige Gespräche führen konnte. Ich merkte, dass es der Austausch von Ideen, der gemeinsame intellektuelle Reichtum war, der mich wirklich anzog. Ich stellte bald fest, dass ich sapiosexuell war – eine Erkenntnis, die mich nicht verwunderte, aber mir half, meine eigenen Vorlieben besser zu verstehen.

 

Die Jahre an der Akademie waren von intensiven Studien und auch von vielen persönlichen Entdeckungen geprägt. Trotz meiner magischen Fähigkeiten und meiner akademischen Erfolge fühlte ich mich oft unsicher, besonders wenn es darum ging, mutig zu sein. So öffnete sich bei jeder Unsicherheit, welche ich nicht in den Griff bekam, ein Limbus, der mich in sozialen Interaktionen jedes Mal in eine peinliche Situation brachte. Aber die Akademie war mein Zuhause, ein Ort, an dem ich nicht nur mein Wissen erweiterte, sondern auch lernte, mich selbst besser zu verstehen.

 

Meine Reise führte mich schließlich von Vinsalt weg, doch der Wunsch, mehr über Aventurien zu erfahren und die Rätsel der Welt zu entschlüsseln, bleibt mein ständiger Begleiter. Ich bin eine wandernde Gelehrte, immer auf der Suche nach neuen Entdeckungen und Antworten. Und wer weiß – vielleicht werde ich irgendwann auch das größte aller Rätsel lösen: die wahre Bedeutung meines eigenen Lebens.

Galerie

Vanoza Engstrand und ihre Kunstwerke

Hier findet ihr Vanoza und ihre Familie selbst, sowie ihre mit Kohlestift gezeichneten Kunstwerke.

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